









| 18.12. | Roland
Graf vom SC Hoyerswerda gewinnt 51. Bernsdorfer Weihnachtsturnier gefördert durch die Ostsächsische Sparkasse Dresden |

| 25.09. | SchachKegelnDart |


| 11.09. | Freundschaftspiel: TSG Bernsdorf - SC Blau-Gelb Hosena 1 : 6 |
| Das traditionelle Vorbereitungsspiel
auf die Saison wurde klar durch Hosena gewonnen. Der TSG blieben nur
zwei Remise. Das Ergebnis überrascht sicher nicht, obwohl man natürlich immer mindestens ein Remis erreichen möchte. Neben Ersatzspielern haben wir auch einen Nachwuchsspieler eingesetzt, aber auch Hosena hatte nicht viele Spieler aus der 1. Mannschaft. Ein verdienter Sieg für Hosena. |
| ||

| 19.06. | Uwe Zessin Sieger beim Frank-Ohmacht-Gedenkturnier |
| 29.05. | Andreas Knöbel Sieger beim Pfingstturnier |
| 22.05. | Detlef Bachmann gewinnt Pokalturnier |



Unsere Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2008
„50 Jahre Schach in Bernsdorf“
14. / 15. Juni 2008 - Ausflug nach Schirgiswalde
Mit 11 Sportfreunden und 3 PKW fuhren wir ein Wochenende nach Schirgiswalde.
Ein Freundschaftsspiel gegen eine oberlausitzer Auswahl verloren wir mit 3 : 8.




Danach machten wir einen Abstecher in die Tschechei verbunden mit einem Mittagessen.
Am Nachmittag unternahmen wir eine Wanderung in die Umgebung von Schirgiswalde zu den Kälbersteinen und einem Spaziergang durch Taubenheim. Dabei besichtigten wir viele der ca. 400 Sonnenuhren des Ortes.
Den Abend verbrachten wir in der Feriensiedlung auf dem Fuchsberg, wo wir auch übernachteten. Ein Schachturnier und Skat als Ausgleichssport rundeten den Abend ab.
05. September 2008 - Treffen mit ehemaligen Schachspielern
Ein Treffen ehemaliger und aktueller Vereinsmitglieder führte im Sportlerheim Generationen von Bernsdorfer Schachspielern zusammen. Unter den Teilnehmern drei, die seit der Gründung von 1958 an dabei sind – Armin Knöbel, Georg Hoffmann, Hans Günther. Von den ehemaligen Mannschaftsspielern konnten wir Horst Rudolph, Günther Richter und Gerd Gerull begrüßen.
Nach den „Erinnerungen an 50 Jahre Schach“ von Armin Knöbel wurde über einige Probleme der Vergangenheit und Gegenwart diskutiert. Für die bisherige Arbeit wurde Armin Knöbel mit einer Schachuhr und einem Wimpel geehrt.
Mit persönlichen Gesprächen unter den 21 anwesenden Schachfreunden, mit Schachpartien und Skat war auch dieser Abend ein Erfolg.
06. September 2008 – Einladungs-Turnier mit 6 Mannschaften
Je eine Mannschaft aus Hosena, Gersdorf, Hoyerswerda und drei aus Bernsdorf, je 4 Bretter , spielten doppelrundig jeder gegen jeden.
Den Pokal „50 Jahre Schach in Bernsdorf“ gewann Gersdorf vor Bernsdorf und Hosena.
1. Platz: TUS 1890 Gersdorf-Möhrsdorf
2. Platz: TSG Bernsdorf I
3. Platz: SV Blau-Gelb Hosena
Beste Einzelspieler:
1. Brett: Steffen Haase TUS 1890 Gersdorf-Möhrsdorf
2. Brett: Reiner Nestler SC Hoyerswerda
3. Brett: Ingolf Haase TUS 1890 Gersdorf-Möhrsdorf
4. Brett: Rico Koch SV Blau-Gelb Hosena
Erinnerungen an 50 Jahre Schach in Bernsdorf 1958 - 2008
von Armin Knöbel
Zur damaligen Zeit, 10 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, war Bernsdorf ein Industrieort mit vielen Betrieben. Ankerglas, Zinkhütte, Holzbauwerke, Eisenwerk und viele kleine.
Wir gehörten damals in der DDR zum Bezirk Cottbus, Kreis Hoyerswerda. Es entstanden die ersten Betriebssportgemeinschaften, so auch die BSG Chemie Bernsdorf, weil Ankerglas der Trägerbetrieb war.
Später dann sollten sich alle Betriebe an der Förderung des Sportes beteiligen und so kam es zur Gründung der TSG Bernsdorf
Im August 1958 trafen sich interessierte Schachspieler, z.B. vom Eisenwerk Bernsdorf, mit dem Wunsch, eine Sektion Schach als Ausgleich zur Arbeit zu gründen. Der Maschinenformer Georg Hoffmann, der Elektriker Siegfried Hauska, der Handformer Armin Knöbel und der Stahlbauer Hans Günther machten Reklame. So sprach sich der Wunsch auch in anderen Betrieben herum.
Über den Angestellten Walter Becker, der in Schwarzheide arbeitete, kam es zur Verbindung zum BFA Cottbus. Dieser delegierte das BFA-Mitglied Hans Prüfer aus Ortrand zur Gründungsversammlung im August 1958 in die „Radeberger Bierstuben“ nach Bernsdorf. Als Sektionsleiter wurde Walter Becker gewählt, Kassierer wurde Alfred Franzk. So war eine Sektion Schach mit 12 - 15 Mitgliedern entstanden.
Am Anfang führten wir unser Training im Sportlerheim durch. Zu den Punktspielen auf Kreis- und Bezirksebene mussten wir aus Platzmangel auf Betriebe und Gaststätten zurückgreifen. So spielten wir in den Holzbauwerken, im Eisenwerk, in den „Radeberger Bierstuben“ und in anderen Gaststätten. Zu Auswärtsspielen fuhren wir mit LKW, mit Barkas, PKW und mit dem Zug oder Bus.
Der VEB Holzbauwerke unterstützte uns außerdem mit der Anfertigung von Schachbrettern aus Presspappe.
Im Training spielten wir die Aufstellung für die Punktspiele aus.
So spielten z.B. folgende Mitglieder an den ersten drei Brettern:
| Jahr | 1. Brett | 2. Brett | 3. Brett |
|---|---|---|---|
| Bezirksklasse | |||
| 1967 | Hauska, Siegfried | Wersch, Jürgen | Hoffmann, Georg |
| 1968 | Hoffmann, Georg | Bauer, Harry | Hauska, Siegfried |
| 1969 | Wersch, Jürgen | Hauska, Siegfried | Hoffmann, Georg |
| 1970 | Günther, Hans |
Richter, Günter | Hoffmann, Georg |
| 1971 | Hoffmann, Georg | Metzele, Otto |
Richter, Günter |
| 1972 | Metzele, Otto |
Knöbel, Armin |
Richter, Günter |
| 1973 | Metzele, Otto |
Knöbel, Armin |
Gerull, Gerd |
| 1974 | Knöbel, Armin |
Günther, Hans |
Wersch, Jürgen |
| 1975 | Knöbel, Armin |
Günther, Hans |
Poschmann, Hubert |
| Kreisklasse | |||
| 1976 | Bachmann, Detlef | Ebschke, Dietmar | Ohmacht, Frank |
| 1977 | Ebschke, Dietmar | Ohmacht, Frank | Knöbel, Anreas |
| 1978 | Knöbel, Anreas | Ohmacht, Frank | Ebschke, Dietmar |
| Bezirksklasse | |||
| 1979 | Metzele, Otto |
Ohmacht, Frank | Hoffmann, Georg |
| 1980-82 | Metzele, Otto |
Ohmacht, Frank | Bachmann, Detlef |
| 1983-86 | Metzele, Otto |
Ohmacht, Frank | Hensl, Dieter |
Im Sportlerheim Bernsdorf waren vor allem die Fußballspieler, die Kegler und wir Schachspieler untergebracht. Der Anbau eines Versammlungsraumes, eines Sitzungsraumes und eines Büroraumes für die TSG war von größter Wichtigkeit.
Am Ziegelputzen und am Anbau beteiligten sich alle drei Sektionen.
Nach der Fertigstellung hatten wir einen Raum für die Heimspiele und ein Schachzimmer sowie einen Schrank für unsere Utensilien. Im Laufe der Zeit ließ die Unterstützung seitens der Betriebe sichtlich nach. Sowohl Fahrzeuge als auch Räumlichkeiten wurden weiniger zur Verfügung gestellt. Von uns hatte kaum einer ein Auto. So war es ein Glücksfall, dass uns etwa ab 1978 der B1000 von der Firma Ohmacht für die Auswärtsspiele mit Fahrer Reiner Illing zur Verfügung stand.
Es waren die 20 Jahre bis 1998, in denen Frank Ohmacht die Sektion leitete.
Gern denken wir an die vielen Ausflüge, z.B. in die CSSR, in den Spreewald oder nach Berlin, meist verbunden mit Freundschaftsspielen, zurück.
In diese Zeit fiel auch die politische Wende. Bernsdorf kam zu Sachsen. Sind wir vorher zu den Auswärtsspielen nach Ruhland, Senftenberg, Cottbus oder Guben gefahren, so waren es danach Bautzen, Kamenz, Königsbrück oder Dresden. Die Sektion hieß plötzlich Abteilung und der Sektionsleiter hieß Abteilungsleiter. Beim Sektionsturnier ist es aber geblieben. Für die viele Arbeit und die Umstellung bei der Wende sind wir Frank Ohmacht sehr dankbar. Leider ist er im Sommer 1999 gestorben.
An dieser Stelle möchte ich auf die einzelnen Sektionsleiter der vergangenen
50 Jahre eingehen:
| Becker, Walter | von 1958 bis 1964 | 6 Jahre |
| Knöbel, Armin | von 1964 bis 1978 | 14 Jahre |
| Ohmacht, Frank | von 1978 bis 1998 | 20 Jahre |
| Knöbel, Armin | von 1998 bis 2001 | 3 Jahre |
| Bachmann, Detlef | von 2001 bis 2011 | 10 Jahre |
Bisher waren es also 5 Epochen mit 4 verschiedenen Leitern, in denen jeweils verschiedene Probleme auf uns Schachspieler zu kamen. So waren das Raum- und Fahrzeugprobleme, Trainings- und Nachwuchsprobleme sowie Finanz- und Sponsorenprobleme.
Erfolge der Vergangenheit waren:
Ausbau des Sportlerheimes unter Walter Becker,
die Nachwuchsarbeit unter Armin Knöbel,
Lösung des Fahrzeugproblems sowie Kollektivstärkung durch Ausflüge usw. unter Frank Ohmacht,
Sponsorentätigkeit unter Detlef Bachmann.
Hervorzuheben ist die Unterstützung durch die Sparkasse Bernsdorf,
jetzt Ostsächsische Sparkasse Dresden als Hauptsponsor.
Für die finanzielle Absicherung sorgten aber auch die jeweiligen Kassierer:
| Franzk, Alfred | von 1958 bis 1967 | 9 Jahre |
| Günther, Hans | von 1967 bis 1986 | 19 Jahre |
| Stellmacher, Bernd | von 1986 bis 2001 | 15 Jahre |
| Pasora, Siegfried | von 2001 bis 2011 | 10 Jahre |
Für einen Höhepunkt der Umgebung entwickelte sich unser Bernsdorfer Weihnachtsturnier, in der Regel am letzten Freitag vor Weihnachten. Am Anfang nahmen nur Bernsdorfer aktive und passive Interessenten teil. Später vergrößerte sich der Kreis der Teilnehmer, bis zuletzt die Zahl 50 weit überschritten wurde, so dass der Platz im Sportlerheim kaum ausreichte.
Schachspieler aus Sachsen und Brandenburg, aus Senftenberg, Hosena, Hoyerswerda, Kamenz, Gersdorf / Möhrsdorf, Königsbrück und Bernsdorf kämpften in 7 Runden zu je 10 Minuten Bedenkzeit im Schweißer System um Urkunden und Preise. Für den besten Bernsdorfer gab es einen Pokal vom Bernsdorfer Bürgermeister. Seit 2005 wird dieser als Wanderpokal vergeben.
Weitere Höhepunkte waren z.B. die Kegelabende mit unseren Frauen, die Kegel-Schach-Vergleiche mit den Sportfreunden der Abteilung Kegeln, die Arbeitseinsätze beim Sportlerheim, die Simultanveranstaltungen anlässlich unserer Jubiläen
(z.B. 40 Jahre Schach in Bernsdorf), die Ausflüge mit dem Barkas und nicht zuletzt die Feiern zum Abschluss einer Serie.
Unsere spielerische Heimat war und ist die Bezirksklasse, damals im Bezirk Cottbus, jetzt in Ostsachsen. Mit dem fünfzigjährigen Bestehen „Schach in Bernsdorf“ wollen wir wieder auf einen unvergessenen Höhepunkt hinarbeiten, zum Wohle unserer TSG und unseres Schachvereins.